Architektursymposium der appli-tech 2018

Bauen im Bestand – das ist das Kernthema des Architektursymposiums vom 1. Februar 2017, welches im Rahmen der appli-tech durchgeführt wird. Die siebte Schweizer Leitmesse für Fachleute aus der Maler- und Gipserbranche sowie den Bereichen Trockenbau und der Dämmung findet vom 31. Januar bis 2. Februar 2018 bei der Messe Luzern statt.

Das Bauen im Bestand ist eine anspruchsvolle und zugleich interessante Aufgabe – gilt es doch, Gebäude mit Baumaterialien, Formensprachen und Gestaltungsweisen von gestern zeitgemäss und zukunftsfähig für morgen weiterzuentwickeln. Was dies für die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Handwerk, Industrie, Kunst und Architektur in der Praxis konkret bedeutet, zeigen hochkarätige Referentinnen und Referenten aus der Schweiz und Europa am Architektursymposium der appli-tech am 1. Februar 2018.

Vielfältiges Programm mit Blick zurück und nach vorn

«Weiterbauen» heisst auch «lernen von»: Dr. Martin Tschanz, ZHAW Winterthur, legt in seiner Einleitung dar, dass sich in der Begegnung mit heute ungewohnten Gestaltungstechniken neue Lernfelder und überraschende Perspektiven eröffnen. Ungewohnte Kombinationen aus Materialien und Farben prägen das Werk von Prof. Annette Helle, Zürich. Sie zeigt in ihrem Referat auf, dass das Arbeiten mit Referenzen gerade beim Um- und Weiterbauen neue Chancen bietet. Über die Grenzen nach Flandern blickt Dipl.-Ing. Jitse van den Berg aus Brüssel: Er führt aus, welch inspirierende Herausforderung es ist, Bestandesbauten weiterzudenken – und sie dabei verblüffenden neuen Nutzungen zuzuführen. So hat er ein ehemaliges Gefängnis in Hasselt, Belgien, zu einer weltoffenen, modernen Universität umgestaltet. Sich auf jedes Architekturprojekt, zumal beim Weiterbauen im Bestand, unvoreingenommen neu einzulassen: Dafür plädiert Prof. Martin Boesch, Zürich, in seinen Ausführungen. Zu den Arbeiten seines Büros gehören Werke von der Innenarchitektur bis zum Städtebau.

 «Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern»

Im letzten Referat des Architektursymposiums nimmt der Präsident des SIA Schweiz, Stefan Cadosch, Zürich, die Themen Innovation und Interdisziplinarität auf und leitet zum krönenden Abschluss des Symposiums über: die Preisverleihung an die Gewinnerteams des Innovationswettbewerbs «Fifties reloaded». 18 interdisziplinär zusammengesetzte Teams aus Handwerk und Planung haben im Vorfeld der appli-tech kreative, zukunftsorientierte Sanierungslösungen für Putzfassaden aus der Zeit von 1949 bis 1965 erarbeitet und stellen damit eindrücklich unter Beweis, dass für die Zukunft zu bauen heisst, die Vergangenheit zu verstehen. Die Wettbewerbseingaben sind während der gesamten Messedauer in der Halle 1 ausgestellt.

www.appli-tech.ch

Bild: Weiterbauen auf der Appli-tech, Luzern.

Architektursymposium der appli-tech 2018
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Di, 12/12/2017 - 11:58

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