Braucht es eine digitale Transformation?

 

Braucht es eine digitale Transformation?

Märkte verändern sich und mit ihnen die Messen. Aber interessanterweise ist es bis heute nicht die Digitalisierung, die für die Messeveranstalter den Hauptfaktor dieser Veränderungen darstellt. Die berühmte Disruption ist bis heute in vielen Messeregionen nicht in Sicht. Auf dem Messeplatz Deutschland sieht man Jahr für Jahr Rekordwerte an Ausstellern und MessebesucherInnen. Craig Newman, UFI-Präsident im 2019, spricht im «Expodata»-Live-Kommunikation-Overseas-Dossier davon, weshalb er in Afrika das grösste Wachstumspotenzial erkennt, wenn anderswo die Messemärkte gesättigt erscheinen.

Digitalisierung steht trotzdem hoch auf der Agenda der globalen Messeveranstalter und ist naturgemäss Dauerthema am jährlichen globalen UFI-Kongress. Die UFI haben ein eigenes «Digital Innovation Committee» gegründet, das dieses Thema vorantreiben soll.

Einer der führenden Researcher der globalen Messewirtschaft, Jochen Witt, macht dazu eine pointierte Aussage im «Expodata»-Live-Kommunikation-Interview: Er glaubt, dass «digitale Unternehmen» durchaus daran interessiert sein könnten, Messeveranstalter zu kaufen. Der Grund: Für Messeveranstalter kann es schwierig sein, für jeden ihrer Anlässe Kennzahlen an Ausstellern und Besuchern zu liefern, die man sich heute in der digitalen Welt gewohnt ist. Wenn digitale und Messespezialisten sich zusammentun, könne das zu einem starken Verkaufsargument für Messen werden, ergänzt Jochen Witt. Er nennt das Beispiel des Joint-Ventures des Veranstalters UBM in Asien mit der Onlineplattform Alibaba. Aber Jochen Witt sagt auch: «Die Frage ist nicht so sehr, ob die Messewirtschaft eine digitale Veränderung nötig hat, sondern ob es mit ihr gelingt, für Aussteller und BesucherInnen einen Zusatznutzen herzustellen.»

Das sind Themen des 84. UFI-Kongresses vom 1. bis 4. November 2017 in Sandton Johannesburg. Er wird Afrika als aufstrebenden Messekontinent und seine Messen stärker im Bewusstsein von Wirtschaft, Öffentlichkeit und Politik verankern. Ganz im Zeichen der Face:to:Face-Kommunikation stehen auch die seit 2012 parallel zum Famab- Award stattfindenden Raumwelten für Szenografie, Architektur und Medien vom 22. bis 25. November in Ludwigsburg. Raumwelten haben sich in dieser kurzen Zeit zu einem der europäisch inspirierendsten Foren unserer Branche entwickelt. Einen Besuch beider Anlässe, der Famab-Award findet am 23. November ebenfalls in Ludwigsburg statt, können wir nur empfehlen.

Herzlichst Ihr

Dr. Urs Seiler

smartville.ch

Braucht es eine digitale Transformation?

Märkte verändern sich und mit ihnen die Messen. Aber interessanterweise ist es bis heute nicht die Digitalisierung, die für die Messeveranstalter den Hauptfaktor dieser Veränderungen darstellt. Die berühmte Disruption ist bis heute in vielen Messeregionen nicht in Sicht. Auf dem Messeplatz Deutschland sieht man Jahr für Jahr Rekordwerte an Ausstellern und MessebesucherInnen. Craig Newman, UFI-Präsident im 2019, spricht im «Expodata»-Live-Kommunikation-Overseas-Dossier davon, weshalb er in Afrika das grösste Wachstumspotenzial erkennt, wenn anderswo die Messemärkte gesättigt erscheinen.

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Di, 11/07/2017 - 11:23

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