Face-to-Face-Meetings: Die perfekte User-Erfahrung

Persönliche Treffen auf Messen und Events bilden auch in Zukunft das elementare Erlebnis in einer digitalisierten Welt. Was Digitalität für die Messewirtschaft auf der Suche nach einem neuen Geschäftsmodell bedeuten kann.

Als ich 2015 zu Balluun stiess, sprach man von Digitalität als nette Ergänzung zum existierenden Geschäftsmodell, aber nicht als Teil für fundamental neue Geschäftsmöglichkeiten. Was wir heute jeden Tag auf C-Level-Stufe hören, ist nicht die Debatte für oder gegen Digitalisierung. Das tatsächliche Anliegen von Kaderleuten ist heute, wie man Digitalisierung ermöglicht ohne Gefährdung des Kerngeschäfts. Es ist die Schlüsselfrage, mit der wir uns bei Balluun seit jeher beschäftigen. Welche Herausforderungen wird der Wandel bringen? Zuerst fragen wir uns am besten, was sich in Zukunft nicht verändern wird. Die richtigen Fragen zu stellen hilft in der Definition davon, was der fundamentale Nutzen und die Grundwerte sind, die Messeveranstalter schaffen. Die Zeit ist reif für die Frage, wie Veranstalter über die physischen Grenzen des Geschäftsmodells, dem Vermieten von Quadratmetern von Messen, die vielleicht drei Tage dauern, hinauskommen. Natürlich besteht die tägliche Herausforderung, wie man die bestehenden Produkte und Dienstleistungen am besten kommerzialisiert, aber das ist nicht der fundamentale Zweck des Tuns. Die wichtigste Mission von Messeveranstaltern besteht darin, Geschäfte zu ermöglichen. Es geht im Wesentlichen darum, der Community von Einkäufern, Verkäufern und Dienstleistern aus sämtlichen Industrien Erfolge anzubahnen auf einer Plattform, auf der Handel, Wissensaustausch und Netzwerken durch sinnvolle Beziehungen gestiftet werden.

Initialzündung

Die Mission von Balluun ist, Messeveranstaltern zu helfen, zu diesen «Enablern» zu werden und es zu bleiben. Einer unserer bedeutendsten Grundsätze ist der, dass Faceto- Face-Treffen das wichtigste Kundenerlebnis in einer digitalen Welt bleiben.

Ein Beispiel aus dem Sport und wie er sich seit der Digitalisierung verändert hat ist der FC Barcelona. FC Barcelona hat Hunderte von Millionen Fans weltweit, die jedes Wochenende die Spiele am Bildschirm verfolgen, aber nur 95’000 von ihnen können live im Stadion dabei sein. Das definitive Erlebnis jedes Fans liegt in der Absicht, das Spiel live im Stadion zu erleben. Dadurch werden zwar namhafte Einnahmen generiert, aber die grösste Einnahmequelle sind nicht die verkauften Tickets für den Stadionbesuch. Die höchsten Umsätze entstehen durch den Verkauf von TV-Rechten, den weltweiten Absatz von Fan-Artikeln und durch die Einbindung über soziale Netzwerke von jenen Fans, die nicht live dabei sein können.

Das Kundenerlebnis, das durch soziale Netzwerke und Medien ermöglicht wird, ist die Initialzündung, das den Fan irgendwann ins Stadion bringt. FC Barcelona hat 109 Millionen Fans auf Facebook und bietet ihnen allen ein fesselndes und wertvolles Erlebnis ausserhalb des Stadions. Interessanterweise besteht der Traum aller Fans darin, einmal live bei einem Fussballspiel dabei zu sein. Wir sind der Überzeugung, dass sich das nie ändern wird. Im Gegenteil, Digitalität wird diesen Wunsch noch verstärken.

Zusammenbringen von Firmen und Menschen

Wie wird der Wandel ermöglicht? Digitalität bedeutet, jeden dieser Aspekte zu stärken und das ist die Mission von Balluun. Mit unseren Teams haben wir uns dieser Frage gestellt und die Antworten wurden klarer. Veränderung bedeutet, das Veranstalten von Messen auf eine neue Stufe zu heben. Digitalität erweitert Messen, während es gleichzeitig alle Aspekte des modernen Zusammenbringens von Firmen und Menschen garantiert. Es ermöglicht ihnen, sich zu finden, sich zu verknüpfen und geschäftliche Kommunikation aufzunehmen in einem ausgesuchten und gezielten Umfeld. Das ist die soziale Komponente der Lösung. Zusätzlich wird der Besuch von Onlineläden an 365 Tagen im Jahr und der Handel mit Branchenkolleg(inn)en erleichtert. Wir sprechen dann von einem sozialen Handelsplatz.

Das Geschäftsmodell von Balluun basiert auf einer Partnerschaft, nicht einer Konkurrenz von Messeveranstaltern. Unser Geschäftsmodell baut auf Zusammenarbeit. Nie war es wichtiger, sich auf sinnvolle, menschliche Weise auszutauschen als in unserer digitalen Welt. Unerwartete Dinge geschehen, wo sich Menschen treffen, austauschen und gegenseitig inspirieren. Menschen wollen sich in der realen Welt treffen, und das ist der Zweck von Messen. Was Messeveranstalter betrifft, sehen wir sie als VIP – als Very Important Partner. Und mit einem Partner vereint man sich, um Kräfte zu bündeln, um grössere Gefechte zu gewinnen. Das disruptive Modell von Balluun ermöglicht Messeveranstaltern, die Erträge substanziell zu erhöhen und eine schlüsselfertige Onlineplattform zu schaffen ohne grosse Investitionen. Darin besteht die disruptive Revolution.

«high touch»-Event

Wie ist das möglich? Digitalisierung heisst nicht einfach, ein bestehendes Geschäftsmodell zu ergänzen, sondern neue Horizonte zu ermöglichen. Digitalisierung muss die Funktion und den Wert einer Messe mittels einer anspruchsvollen, rafinierten Technologie verbessern. Resultat ist eine mobile Lösung, basierend auf einer sozialen Netzwerktechnologie, wo während des ganzen Jahres Netzwerken und Geschäfte ermöglicht werden, aber das letztendliche Erlebnis im Besuch der realen Messe besteht. Durch Datenanalyse in Demografie, geschäftlichen Präferenzen, Wissen über Interaktionen oder in der gezielten Produktrecherche wird ein verbesserter «hightouch»-Event geschaffen, der die richtigen Einkäufer und Verkäufer zusammenbringt. Nutzer nehmen an dieser Plattform in der gleichen Weise teil, wie sie an Messen teilnehmen. Sie bezahlen eine monatliche Abogebühr, um während des ganzen Jahres an der Plattform teilzuhaben und Geschäfte abzuwickeln.Balluun entwickelt digitale Marktplätze in Partnerschaft mit Messeveranstaltern. Sie sichert Messeveranstaltern eine Zukunft in den Industrien ihrer Messen in der Kommunikationswirtschaft. Es gibt viel zu tun, es gibt viel zu gewinnen.

ROLAND KÜMIN
CEO BALLUUN, ZÜRICH/FOSTER CITY

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Fr, 01/26/2018 - 16:34

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