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Messen: verhaltener Optimismus für 2012

Gemäss den Erhebungen des Auma befanden sich die Messen im 2011 klar auf Wachstumskurs. Die Ausstellerzahlen auf den 135 internationalen Messen stiegen im Vergleich zu den jeweiligen Vorveranstaltungen im Durchschnitt um rund 3 Prozent. Das ergaben vorläufige Berechnungen des AUMA Ausstellungs- und Messe-A usschuss der Deutschen Wirtschaft. Die Beteiligungen aus dem Ausland stiegen überdurchschnittlich um gut 4 Prozent, während die Zahl der deutschen Aussteller nur um rund 1 Prozent zulegte. Auch die Standflächen wurden grösser, um 2 Prozent, nach Rückgängen im 2009 und auch noch im Jahr 2010. Rund 3 Prozent mehr Besucher wurden registriert. Die deutschen Messen haben sich damit spät, aber deutlich von der Wirtschaftskrise 2011 erholt.
Dieses Bild spiegelt ziemlich genau den Tenor, den wir selber aus der Messewirtschaft von Veranstaltern und Dienstleistern erhalten. 2011 sei ein gutes Jahr gewesen, aber nicht in dem erwarteten Masse. Aufgrund der (dann nicht eingetroffenen) Erwartungen hätte man Budgets für das 2011 grosszügiger gesprochen.
Die Konsequenz davon: Für 2012 sind vor allem die Messedienstleister wie Messebauer und weitere Ausrüster verhalten optimistisch. Aufgrund ihrer Erfahrungen im 2011 werden ihre Budgets für Marketing- und Kommunikationsmassnahmen immer später und immer spontaner gesprochen. Gleichzeitig ist von den Dienstleistern zu hören, dass ihre Kunden mehr Leistung pro Messe-Euro verlangen, das heisst, ihre Wertschöpfung und Profitabilität sinkt.
Diesbezüglich teilen wir für das Messejahr 2012 die Feststellung, die der Vorsitzende des Auma, Hans-Joachim Boekstegers, bereits vor zwei Jahren gemacht hat: Als aus der Finanzkrise eine Wirtschaftskrise wurde, sind die Budgets kurzfristig gesenkt worden. Die Wirtschaftskrise habe deutlich gemacht, dass es die (Anmerkung: einheitliche, unabhängige) Messekonjunktur nicht mehr gäbe. Willkommen in der Globalisierung. Machen wir was draus.

Herzlichst Ihr
Dr. Urs Seiler, Chefredaktor

 




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