Wachstum aus dem Ausland

 

Wachstum aus dem Ausland

«Wir werden die Deutsche Messe in den nächsten vier Jahren zu einem internationalen Anbieter von Veranstaltungen und Data-Services umbauen». Das Statement des Vorsitzenden des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Dr. Jochen Köckler, weist den Weg, auf dem sich die deutschen Messeplätze befinden. Nach den Rekordergebnissen der letzten Jahre oder dank ihnen wird jetzt das Thema digitale Transformation forciert.

Bei der Deutschen Messe stechen dabei zwei Dinge ins Auge: Erstens der klar definierte Zeitraum von vier Jahren. Er lässt keine Zweifel offen, dass sie es ernst meint mit einer radikalen Erweiterung des Geschäftsmodells als Veranstalter und Hallenvermieter. Der progressivste Punkt eines Vierpunkteprogramms ist zweitens die Etablierung «digitale Produkte jenseits von Messen.»

Auch am Bodensee, in der Messe Friedrichshafen wird mit Hochdruck an der digitalen Zukunft gebaut. Auch sie will in Zukunft Dienstleistungen anbieten, die über die Abwicklung von Messen hinaus gehen und «Marktbegleitungen weit über das reine Veranstaltungsgeschäft in den Messehallen» stärken. Friedrichshafen setzt dabei auf branchenspezifische Lösungen unter der Leitung von Ivo de Witt. Der Holländer hat bereits in der Branche der Friedrichshafener Leitmesse Eurobike mit Erfolg eine Onlineplattform aufgebaut.

Die Investitionen für das digitale Geschäft kommen aus erneuten Rekordergebnissen, so an den Messeplätzen Frankfurt, Hannover oder Köln. An den internationalen und nationalen Messen errechnete der Auma die höchsten Kennzahlen seit fünf Jahren. Dabei wuchs der Gesamtmarkt der Aussteller um 3,7 Prozent und die der Standfläche um 3,1 Prozent. Während die Zahl der inländischen Aussteller auf dem Vorjahresnivau verblieb, nahmen 6,3 Prozent mehr Aussteller aus dem Ausland an Messen in Deutschland teil und mieteten 3,1 Prozent mehr Standfläche. Das Wachstum stammt damit von den ausländischen Messeteilnehmern, die von der guten Konjunkturlage in Deutschland und der permanenten Verbesserung der Infrastruktur an Deutschlands Messestandorten profitieren.

Kurz vor Redaktionschluss wurde bekannt, dass die langjährige Leiterin der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld, Sylvie Ritter, die Weltleitmesse verlässt. Sie wird durch Michel Loris-Melikoff, vormals Geschäftsführer der MCH Beaulieu Lausanne, ersetzt. Es wird interessant zu beobachten, wie er den notwendigen Turnaround in die Wege leiten wird. Erste Akzente wurden bereits gesetzt. Sie sind dringend notwendig.

Herzlichst Ihr

Dr. Urs Seiler, smartville.ch

Wachstum aus dem Ausland

«Wir werden die Deutsche Messe in den nächsten vier Jahren zu einem internationalen Anbieter von Veranstaltungen und Data-Services umbauen». Das Statement des Vorsitzenden des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Dr. Jochen Köckler, weist den Weg, auf dem sich die deutschen Messeplätze befinden. Nach den Rekordergebnissen der letzten Jahre oder dank ihnen wird jetzt das Thema digitale Transformation forciert.

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Fr, 06/29/2018 - 09:12

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